Portfoliooptimierung in der Direktvermarktung – pure. entwickelt neues Analysetool

Grundannahme

Unsere Annahme, dass man mit positiven Marktwerten* von Windparks Mehrerlöse für Betreiber erzielen kann, hatte 2014, nach einer Schulung über das EEG 2014 zur verpflichtenden Direktvermarktung, einen ersten Dämpfer erhalten. Die einheitliche Aussage der schulenden Direktvermarkter lautete wie folgt: „Diese Effekte gehen im Portfolio unter!“.

Wir waren aber davon überzeugt, dass dies nicht sein kann und so entwickelten wir damals noch als Availon Energy Management GmbH die Erlöspotenzialanalyse (EPA), die genau diesen Effekt aufdeckt. In den folgenden Jahren konnten wir durch die umfassende Analyse von mehr als 2 GW installierter Leistung für unsere Kunden Mehrwerte und bessere Direktvermarktungsentgelte erzielen.

Portfoliooptimierung

Der Marktwert hat sich zu einem der entscheidenden Parameter in der Bepreisung der Direktvermarktung entwickelt. Direktvermarkter nennen diesen den Betreiber mittlerweile teilweise sogar proaktiv, um notwendige Argumente bei der Angebotserstellung darlegen zu können. Die Zeiten in denen politisch-strategische Preise gezahlt werden sind größtenteils vorbei. Dies lässt sich auch in der aktuellen E&M Direktvermarkterumfrage vom 01.02.2018 nachlesen**. Das aktuelle Schlagwort der Saison lautet dort Portfoliooptimierung und Portfoliobereinigung. Diese Entwicklung geschieht hauptsächlich aufgrund von mittlerweile „unwirtschaftlichen“ Altverträgen, die nicht verlängert oder preislich angepasst wurden. Zusätzlich kommt dazu, dass der individuelle Marktwert eines Windparks nicht statisch, sondern dynamisch ist. Jedes Jahr ändern sich die Einflussfaktoren auf den Monatsmittelwert u.a. durch den Zubau von Neuanlagen, veränderten Windverhältnissen, Einspeisemanagement und dem fortschreitenden Netzausbau.

Effekte in der Preiskalkulation

Trotz allem gibt es Direktvermarkter, die stetig wachsen, teilweise überproportional. Dies kann – abgesehen von Kooperationen, Fusionen und M&A-Aktivitäten – viele verschiedene Gründe haben. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, diesen Sachverhalt und die Sichtweise der Direktvermarkter besser zu verstehen, indem wir unsere Ausschreibungsergebnisse der letzten 4 Jahre genauestens analysiert haben. Hierbei konnten wir mehrere, zusätzlich zum Marktwert existierende Effekte identifizieren, die für Direktvermarkter wertvoll sind bzw. sein müssten.

Neues Tool für Direktvermarktung

Die methodische Validierung, die wir gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Institut durchführen, steht kurz vor dem Abschluss. Wir werden hierauf folgend ein Direktvermarktungsanalysetool erstellen, welches wir, nach dessen Fertigstellung, in den nächsten Monaten für unsere Kunden zur Verfügung stellen wollen.

Wir sind uns sicher, dass einige Direktvermarkter über ähnliche Tools verfügen (müssen), um die von uns untersuchten Effekte nicht im Portfolio untergehen zu lassen.

 

 

*siehe Blogeintrag „Kennen Sie den Marktwert ihres Stroms?

**E&M Umfrage

 

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